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Schwerbehindertenfeststellungsverfahren

Nach § 152 SGB IX wird auf Antrag des behinderten Menschen das Vorliegen einer Behinderung und der Grad der Behinderung festgestellt.
Eine Behinderung liegt vor, wenn die körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt wird.
Die Auswirkungen auf die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft werden als Grad der Behinderung nach Zehnergraden abgestuft festgestellt.
Als schwerbehindert gilt, wenn ein Grad der Behinderung von 50 und mehr vorliegt.
Auf Grund der Feststellung der Behinderung wird auf Antrag des behinderten Menschen ein Ausweis über die Eigenschaft als schwerbehinderter Mensch, den Grad der Behinderung sowie evtl. weitere vorliegende gesundheitliche Merkmale ( insbesondere sog. Merkzeichen) ausgestellt.

Die Merkzeichen haben folgende Bedeutung:

B = Der schwerbehinderte Mensch ist zur Mitnahme einer Begleitperson berechtigt.

G = Der schwerbehinderte Mensch ist in seiner Bewegungsfreiheit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt (erheblich gehbehindert)

aG = Der schwerbehinderte Mensch ist außergewöhnlich gehbehindert.

Bl = Der  schwerbehinderte Mensch ist blind.

TBL = Der schwerbehinderte Mensch ist taubblind

H = Der schwerbehinderte Mensch ist hilflos.

RF = Der Ausweisinhaber erfüllt die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Ermäßigung der Rundfunkgebührenpflicht.

1.KL. = Der schwerbehinderte Mensch erfüllt die im Verkehr mit Eisenbahnen tariflich festgelegten gesundheitlichen Voraussetzungen für die Benutzung der 1. Wagenklasse mit Fahrausweis der 2. Wagenklasse

Zu den wichtigsten Nachteilsausgleichen für schwerbehinderte Menschen zählen über den besonderen Kündigungsschutz und den Sonderurlaub hinaus auch die Möglichkeit der Freifahrt im öffentlichen Personennahverkehr, verschiedenen Vergünstigungen steuerlicher Art ( insbesondere bezüglich der Lohn- und Einkommenssteuer, Erlass oder Ermäßigung der Kfz-Steuer ) sowie ggf. Sonderparkgenehmigungen oder die Ermäßigung von der Rundfunk- und Fernsehgebührenpflicht.

Weitere Informationen erhalten Sie von den zuständigen Mitarbeiterinnen. Die Bearbeitung erfolgt entsprechend dem Anfangsbuchstaben des Familiennamens.

 


Ihre Ansprechpartnerinnen

Widerspruchsbearbeitung - Buchstabe K-Z, Klageverfahren
Frau
Kretschmer (Sachgebietsleiterin)
Tel.: 03644/540-713

 
SB Schwerbehindertenfeststellungsver-
fahren/ Sinnesbehindertengeld und
Blindenhilfe – Buchstabe S-T,
Widerspruchsbearbeitung A-J
Frau Späte/ Frau Heber

Tel.: 03644/540-717

 
SB Schwerbehindertenfeststellungsver-
fahren/ Sinnesbehindertengeld und
Blindenhilfe – Buchstabe M-R
Frau Grimm

Tel.: 03644/540-715

 

SB Schwerbehindertenfeststellungsver-
fahren/ Sinnesbehindertengeld und
Blindenhilfe – Buchstabe A-E
Frau Eichhorn
Tel.: 03644/540-716

SB Schwerbehindertenfeststellungsver-
fahren/ Sinnesbehindertengeld und
Blindenhilfe – Buchstabe H-L
Frau 
Hoffmann
Tel.: 03644/540-714


SB Schwerbehindertenfeststellungsver-
fahren/ Sinnesbehindertengeld und
Blindenhilfe – Buchstabe F,G,U-Z
Frau  Knabe

Tel.: 03644/540-701

Bahnhofstraße 28
99510 Apolda
e-Mail:

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 Antrag nach dem Schwerbehindertenrecht