Masterplan - Wirtschaftsentwicklungskonzept für Weimar und Weimarer Land


Sechs Jahre Wirtschaftsentwicklungskonzept (Masterplan)
Weimar/Weimarer Land

Fazit und Ausblick gelebter Partnerschaft


Auf eine fünfjährige Partnerschaft bei der Umsetzung des Wirtschaftsentwicklungskonzeptes Weimar/Weimarer Land (Masterplan), welches 2006 mit Hilfe der Industrie- und Handelskammer Erfurt (IHK) ins Leben gerufen wurde, blickten heute bei einer Pressekonferenz in Weimar Landrat Hans-Helmut Münchberg, Bürgermeister Christoph Schwind und der Präsident der Industrie- und Handelskammer Erfurt, Dieter Bauhaus, zurück.
Landrat Münchberg verwies in seinen Ausführungen auf Erreichtes und zog ein positives Fazit über die gewachsene Partnerschaft, die in den verschiedensten Projekten und durch verschiedenste Akteure gelebt und umgesetzt wird.

Als Beispiele nannte er u. a. die gemeinsame Durchführung von Tagen der offenen Tür in den Gewerbegebieten B 87, U.N.O., Weimar-Nord und Kromsdorf; die stärkere Integration des Landkreises bei der alle zwei Jahre stattfindenden Verleihung des Weimarer Wirtschaftspreises und die Beteiligung der Stadt Weimar bei der Kreismesse in Apolda; die Mitgliedschaft von Weimarer Betrieben im 2001 gebildeten Cluster Kunststoff/Chemie; die Durchführung von Unternehmensstammtischen; die langjährige erfolgreiche Kooperation im Tourismusbereich sowie auch die gemeinsamen Auftritte zur Grünen Woche in Berlin und zur Expo Real in München. Da auch die Fachkräftesicherung einen immer größeren Stellenwert für die Unternehmen besitzt, wurde mit Hilfe einer im Jahr 2007 ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe ein umfassendes Konzept zur Fachkräftesicherung in der Region Weimar/Weimarer Land vorgelegt, das inzwischen in Kooperation mit der Arbeitsagentur und dem Kultusministerium zu einem Modellprojekt für Thüringen entwickelt wird.

Landrat Münchberg: „Der Start vor fünf Jahren wurde als Chance für eine engere Zusammenarbeit zwischen der Stadt Weimar und dem Kreis Weimarer Land auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Entwicklung und Vermarktung der Gewerbestandorte gesehen und auf vielfältigen Gebieten zusammen umgesetzt.“

Dass dieses Potential auch in den nächsten Jahren genutzt und ausgebaut werden soll, darüber informierte Bürgermeister Christoph Schwind in seinem Ausblick. Unter Federführung der IHK Erfurt hat die Lenkungsgruppe eine Evaluierung der Projekte vorgenommen und den veränderten Bedingungen angepasst und auch Prioritäten verändert. So werden sich in Zukunft die Aktivitäten auf Kernfelder bzw. auf sechs Maßnahmen konzentrieren:  

 

1. die Arbeit der „Lenkungsgruppe“ selbst,
Vorsitzender der Lenkungsgruppe: Oberbürgermeister Stefan Wolf
Die Repräsentanten der Stadt Weimar, des Kreises Weimarer Land und der Industrie und Handelskammer können auf eine erfolgreiche Umsetzung des Wirtschaftsentwicklungskonzeptes (Masterplan) seit 2006 zurückblicken.

 

2. Vermarktung der Wirtschaftsregion,
- gemeinsame Wirtschaftsbroschüre "Wirtschaftsregion Weimar und Weimarer Land"
- die Arbeitsgruppe Marketing erarbeitet derzeit eine gemeinsame Homepage

 

3. Fortsetzung der Förderung des Clusters "Kunststoffverarbeitung/ Chemie",

10. Branchengespräch Kunststoffverarbeitung/Chemie am 15.10.2012
Am 15. Okt. 2012 fand das 10. Branchengespräch Kunststoffverarbeitung/Chemie im Golfresort Weimarer Land in Blankenhain statt.

Nach dem Austausch über die Wirtschaftssituation in den Unternehmen und der Vorstellung des neuen regionalen Netzwerkes Fachkräftesicherung Weimar/Weimarer Land durch Frau Dr. Cornelia Haase-Lerch von der IHK Erfurt stand im Mittelpunkt des Gespräches vor allem die Auswertung des Tages der offenen Tür Kunststoffverarbeitung/Chemie. Am 28.09. und 25.10.2012 wurde in 8 Firmen und mit 9 Schulen zum dritten Mal ein Tag der offenen Betriebe der Branche durchgeführt. Die Unternehmen konnten einschätzen, dass immer mehr Schüler gut auf die Firmenbesuche vorbereitet sind und konkrete Fragen zu den jeweiligen Produktions- und Ausbildungsmöglichkeiten stellen. Nach wie vor besitzen die Jugendlichen zu wenige Kenntnisse über die Unternehmen und ihre Ausbildungsmöglichkeiten in Weimar und im Weimarer Land. Im Sinne einer langfristigen Arbeitskräftesicherung beschlossen die Unternehmen, auch im Jahre 2013 einen Tag der offenen Betriebe durchzuführen. Um diesen Tag noch besser vorzubereiten, wollen die Unternehmen ein bis zwei Wochen vorher in die Schulen gehen und ihre Unternehmen vorstellen.

Im Rahmen des 9. Branchengespräches am 06. Oktober 2011 wurde festgelegt, dass am 05. Oktober 2012 der 3. Tag der offenen Betriebe Kunststoffverarbeitung/ Chemie durchgeführt wird.
Eines der wichtigsten Anliegen dieses Branchenverbundes sind die Fachkräftesicherung und die Berufsnachwuchsgewinnung.

Branchenführer Kunststoff & Chemie

 

4. Branchenverbund Metall/ Maschinenbau gegründet

Am 23. Mai 2012 wurde in der Firma Viega GmbH & Co. KG Großheringen in Anwesenheit des Landrates, Herrn Hans-Helmut Münchberg, und Herr Walter Viegener, Geschäftsführer Viega GmbH & Co. KG, von 16 Unternehmen aus dem Kreis Weimarer Land und der Stadt Weimar der Branchenverbund Metall/Maschinenbau gegründet. Zusätzlich hatten weitere 11 Unternehmen ihr Interesse an einer Mitarbeit in diesem Branchenverbund bekundet.

Die anwesenden Gründungsmitglieder befürworteten die Gründung eines solchen Branchenverbundes.  Der Verbund kann das Image der Branche durch ausgewählte Aktionen aufwerten, den Erfahrungsaustausch untereinander verbessern, die Zusammenarbeit mit Hochschulen befördern sowie sich mit gemeinsamen Strategien dem zunehmenden Problem der Fachkräftesicherung stellen.

Als Vorsitzender des Branchenverbundes wurde einstimmig Herr Ekkehard Wenkel, Werkleiter der Viega GmbH & Co. KG in Großheringen, als sein Stellvertreter wurde einstimmig Herr Jörg Schneider, Geschäftsführer der Schneider-Edelstahlverarbeitung Weimar, gewählt.

 

2. Branchengespräch Metall/Maschinenbau am 26.02.2013 bei der Firma Hörisch Präzisions GmbH in Apolda
Am 26.02.2013 fand in der Firma Hörisch Präzisions GmbH das 2. Branchengespräch Metall/Maschinenbau statt.
Nach dem Austausch über die aktuelle Wirtschafts- und Arbeitsmarktsituation in den Betrieben stellte sich das Erfurter Bildungszentrum mit seinen vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten sowie neuen Ausbildungsberufen vor. Die teilnehmenden Unter nehmen verständigten sich auf eine bessere Kommunikation zwischen den Unternehmen und dem Bildungszentrum, um die Qualität der theoretischen und praktischen Ausbildung zu verbessern.
Gemeinsam mit dem Branchenverbund Kunststoffverarbeitung/ Chemie wird der Branchenverbund Metall/Maschinenbau am 13. und 20. September 2013 erstmals einen gemeinsamen Tag der offenen Betriebe durchführen, um die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten dieser beiden Leitbranchen den Jugendlichen vorzustellen.
Der Branchenverbund verständigte sich dazu, erstmals mit einem Gemeinschaftsstand am Abend der Berufe am 17.10.2013 teilzunehmen.
Die nächste Beratung des Branchenverbundes wird im Oktober/ November 2013 bei der Firma Schneider Edelstahlverarbeitung in Weimar stattfinden

Branchenführer Metall/ Maschinenbau

 

1. Branchengespräch Metall/Maschinenbau am 8. Okt. 2012 bei der Firma Härterei Reese Weimar GmbH + Co. KG
Im Rahmen des 1. Branchengespräches konnte der Branchenverbund schon erste Erfolge vermelden. 19 Firmen des Branchenverbundes präsentieren sich in einem
„Branchenführer Metall/ Maschinenbau“.
Der Branchenführer wird den Firmen, der Agentur für Arbeit, den Schulen sowie anderen öffentlichen Einrichtungen im Interesse der langfristigen Arbeitskräftesicherung zur Verfügung gestellt.

Im Rahmen der Diskussion wurden die Möglichkeiten des Branchenverbundes durch die Realisierung verschiedenster Projekte in den nächsten Jahren aufgezeigt. Dazu zählen u. a.:

  • Durchführung von Tagen der offenen Tür der BrancheVerstärkte
  • Zusammenarbeit mit Hochschulen, z. B. EHA Jena/FH Schmalkalden
  • Energiekostenvergleich/Versicherungspakete
  • Austausch von Fördermittelproblemen GRW
  • Gemeinsame Präsentation von Mitgliedern des Branchenverbundes bei den Technologietagen der EAH Jena am 10. Januar 2013

Es wurde sich dazu verständigt, im Jahre 2013 einen ersten Tag der offenen Tür durchzuführen.

 

5. Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur,

 

6. Unterstützung bei der Sicherung des zukünftigen Fachkräfte- und Ausbildungsbedarfs,

Zur Unterstützung der ansässigen Unternehmen sowie zur Erleichterung der Berufswahl der Schüler in Weimar und dem Weimarer Land werden folgende Veranstaltungen organisiert:

Tag der offenen Betriebe im Gewerbepark an der B87 in Apolda am 21. September 2013
  1. Gemeinsamer Tag der offenen Betriebe der Branchenverbünde Metall/Maschinenbau und Kunststoffverarbeitung/ Chemie am 13. und 20. September 2013
Berufsinformationstag zur Kreismesse in Apolda, voraussichtlich Mai 2014

weitere Projekte sind:

Verleihung des Weimarer Wirtschaftspreises (2013)
jährliche Teilnahme an der Internationalen Grünen Woche in Berlin
Unternehmertage / Unternehmerstammtisch
Kreismesse im 3-jährigen Rhythmus in Apolda - nächste Kreismesse 2014
Verleihung des Weimarer Wirtschaftspreises am 16. April 2013

 

„Regionale Zusammenarbeit hat eine große Bedeutung für Standorte und für Verwaltungen, weil sie sich auswirkt auf die Standortbedingungen für Unternehmen, auf die Zahl und Qualität der Arbeitsplätze und letztlich auf die Lebensqualität der Menschen einer Region.“ so Bürgermeister Christoph Schwind in seinen Ausführungen. „Wir wollen die Entwicklung des „Kooperationsraums Weimar – Weimarer Land“ – bekannt unter dem Namen „Masterplan“ – weiter vorantreiben. Die gute Zusammenarbeit knüpft an die bestehenden Verbindungen an und – nicht zuletzt – ist gute Zusammenarbeit der Mitte wichtig für die Impulsregion.“

IHK Präsident Dieter Bauhaus machte deutlich, das eine Menge an sichtbaren Ergebnissen erreicht wurde. Neben den Inhalten sei es besonders wichtig, dass sich die Akteure regelmäßig an einen Tisch setzen und damit zeigen, dass sie zusammen an der Entwicklung des gemeinsamen Wirtschaftsstandortes arbeiten. „Es ist für mich von sehr hoher Symbolkraft, wenn zu Gewerbegebietsfesten im Landkreis der Oberbürgermeister und zu denen in der Stadt der Landrat anwesend ist. Oder wenn sich die Unternehmer in Branchenverbünden zusammenschließen und dabei Verwaltungsgrenzen außen vor lassen. Wir werden die Zukunft nur im Verbund bewältigen!“  unterstrich Dieter Bauhaus in seinen Ausführungen.

 

 

Masterplan für Weimar und Weimarer Land